Dienstag, 22. August 2006

Tanz des Lebens - Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

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22. August 2006 - Abschied

(Fast bin ich hier ja ein bisschen versucht, einfach nur „Ich bedaure kundtun zu müssen, dass dies das ENDE ist ---“, zu schreiben. Wegen dem so schön dramatisch wirkungsvollen Abgang. Doch das wäre dann wohl doch etwas übertrieben, und verschwinden tue ich ja auch nicht ganz ;-) )

Und doch: Ein Jahr ist um, und ich war selber gespannt, ob der richtige Zeitpunkt danach zum Aufhören wohl eher früher oder später eintreffen würde. Eher früher, wie es jetzt aussieht.

Seit mehreren Jahren bin ich jetzt schon im Internet unterwegs, und habe dabei unzählige Menschen kennen gelernt. Manche nur virtuell und manche persönlich, manche nur flüchtig und manche etwas tiefer, und von den meisten von ihnen habe ich viel lernen können. Unzählige kostbare Erkenntnisse, kleine und grosse, die mich weitergebracht haben auf meinem Weg, verdanke ich Euch allen. Ja wenn ich zurück zum Anfang blicke: Damals hat mir das Internet – Ihr – sogar die Augen geöffnet: Dass es das alles gibt, was ich da in den Büchern lese! Dass es noch weitere Menschen gibt wie mich, die denselben Weg beschreiten.

Einen Jahreskreis lang wollte ich daher von mir erzählen, um damit anderen Mut zu machen, selber *ihren* Weg zu suchen, zu finden und zu gehen. So, wie ich es getan habe, und natürlich weiter tun werde, und andere Menschen mir dabei geholfen haben.

Dieses Blog war daher nie als privates Alltags-Blog gedacht, sondern sollte hauptsächlich von meinem spirituellen Leben erzählen – das ich allerdings immer mehr mit meinem Normalo-Alltag verwebe - und damit Ideen geben, zum Nachdenken anregen, hin und wieder auch einfach nur Nahrung sein für Seele und Geist. Fiel das Ganze jetzt noch mit dem Jahr um den (astrologischen) Mittelpunkt meines Lebens zusammen, so habe ich auch die Gelegenheit genutzt, mich hin und wieder bewusst ins Rampenlicht zu stellen.

Nicht diskutieren wollte ich, nicht unbedingt meine Meinung kundtun – am ehesten noch in der Rubrik „Gedanken“ – sondern lediglich erzählen, aufzeigen, mit-teilen und weitergeben, was mir auf *meinem* Weg wichtig ist.

Ja, ich gestehe, manchmal habe ich etwas gekniffen, und mich um eine allzu klare Aussage oder Meinung gedrückt. Ich wollte nicht Recht haben. Doch ich gestehe auch gern, dass ich mir vor allem nicht sicher war, ob ich einer ernsthaften verbalen Auseinandersetzung in Bezug auf mein spirituelles Leben seelisch gewachsen gewesen wäre. Deshalb war ich im Nachhinein betrachtet… eigentlich viel zu brav, zu lieb, zu nett. Und habe trotzdem noch manches Mal gezittert, wie wohl ein Beitrag ankommen wird… – mein AC-Thema halt! *seufz* Nun, auch wenn’s nicht die Bestnote gibt, alles in allem bin ich zufrieden. Mit mir und dem Ergebnis.

Die schönsten Momente waren und sind diejenigen, in denen ich erkenne, dass ich wirklich etwas weitergeben konnte.

Deshalb an dieser Stelle auch ein grosses Danke an Euch – an Euch alle, die Ihr hier mitgelesen habt.

Nun… bin ich etwas blogmüde geworden. Ich konnte und kann mein Privatleben nicht gänzlich von meinem spirituellen Weg trennen – im Gegenteil, genau das möchte ich ja eigentlich nicht mehr – doch es widerstrebt mir immer mehr, von mir zu erzählen und Einblick in meine Seele zu gewähren. Nicht zuletzt, da ich weiss, dass hier auch immer noch mein Ex mitliest – Isildur nenne ich ihn unterdessen, und schön längst hat er eine Neue – und so ist das wohl immerhin verständlich.

Doch dann ist dieses Blog, so wie ich es geführt habe, ganz einfach auch ein riesiger Aufwand. Ich habe viele Dinge aufgeschoben, für die ich nun endlich wieder Zeit haben möchte. Ich habe diesem Blog für eine Weile Priorität gegeben, doch habe ich dies nur in der Gewissheit tun können, dass dessen Zeitspanne begrenzt sein würde. Altes und vor allem auch Neues wird jetzt wieder wichtiger.

Es entspricht meiner Art, etwas mit ganzem Herzen zu tun, und das habe ich auch mit diesem Blog getan. Es jetzt halbherzig einfach weiterlaufen zu lassen, und nur noch sporadisch zu bloggen, nein, das liegt mir nicht. Mensch soll gehen, wenn es am schönsten ist. Ich habe gelernt, loszulassen und Abschied zu nehmen, und der diesbezügliche Anteil an Schmerz und Trauer gehört nun mal einfach dazu. Gerade deswegen bin ich lebendig!

Im Sternzeichen Löwe hat es begonnen, und im Sternzeichen Löwe geht es jetzt auch wieder zu Ende. Mein Jahr auf der Bühne, in der Mitte meines Lebens. Ja, passt.

Was ich hingegen weiterhin tun möchte – dies ist eines der Dinge, die ich im letzten Jahr ganz klar erkannt habe - ist schreiben. Und das werde ich auch. In Zukunft allerdings weniger Beiträge über Alltagsbegebenheiten, sondern mehr Richtung „Gedanken“, „Geschichten“, oder was mir halt sonst noch so einfällt.

Ich habe mir vor einer Weile bei twoday den Namen „Grainne“ gesichert, und dort wird es auch irgendwann weitergehen. Irgendwie. Genau weiss ich es selbst noch nicht.

Jetzt ist erstmal Pause angesagt. Später möchte ich dann vielleicht zu jedem Jahreskreisfest etwas schreiben, auch wenn es nur meine guten Wünsche für ein schönes Fest sein werden. So ist der Rahmen nicht allzu eng gesteckt, und setzt mich nicht unter Druck. Ich hoffe allerdings, dass dann doch jeweils noch das Eine oder Andere an Fotos und Texten dazu kommen wird.

Ganz brav werde ich für diese neue Sache natürlich den RSS-Feed einschalten :-) Denn so macht er auch Sinn für mich.

Ja, ich glaube, ich habe (fast) alles gebloggt, was ich bloggen wollte :-) Und das ist ein schönes Gefühl.

Das Bild von der Frau mit Trommel von der Alpenschamanismusseite - auch eine Seite, die den Weg über einem Menschen, den ich nur vom bloggen her kenne, Dagmar das Erdweibchen, zu mir gefunden hat - hat mich vom ersten Augenblick an tief berührt. Diese Bilder von mir entstanden Anfang August im Sommercamp, und von ganzem Herzen danke ich meiner Schwester Anja, die sie gemacht hat.

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Namarie!

Montag, 21. August 2006

Unser Hausaltar zum August-Neumond

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Nachtrag - Trommel

Sie haben es ganz einfach verdient, dass ich Werbung für sie mache:
Von hier stammt sie, meine Trommel, von David Roman Drums aus Berlin. Und hier kann bei Distel ein schöner Bericht dazu gelesen werden.

Sonntag, 20. August 2006

Trommel und Geisters

Ich bin eine Erdige, eine Waldige. Eine Naturfrau. Seit ich in Australien Zugang zur Welt dahinter gefunden habe, kann ich sie wahrnehmen, manchmal auch mit ihnen sprechen und kommunizieren: Es sind Wesen eines Ortes, der Elemente, eines Baumes, oder auch mir völlig unbekannt, das gab’s auch schon, Hello – nice to meet you.

Das kann ich aber auch nicht „einfach so“. Dazu muss ich meistens alleine sein, still und ruhig, atmen, alle meine Sinne öffnen, mich drauf konzentrieren. Deshalb denke ich auch, dass das eigentlich jeder Mensch kann, wenn er wirklich will.

Im Frühling lernte ich dann eine Schamanin kennen, und hatte zum ersten Mal Kontakt mit dem, was im Schamanismus „Spirits“ genannt wird. Das sind natürlich keine Naturgeister – oder doch? Sie haben sich auf jeden Fall ganz anders angefühlt ---

Jo, und dann war ja letzte Woche das Sommercamp, doch für mich… war da auch noch eine Trommel. Der erste Anblick im flackernden Kerzenlicht. Mit den Fingern der Rundung des Rahmen nachgefahren, und mit der Handfläche vorsichtig über die gespannte Tierhaut gestrichen, ganz sachte… Sie ist gross, grösser als ich erwartet hatte, und schmal und schlank. Und ihr Name erscheint immer klarer in meinem Innern, seit damals, seit der Mail wo ich sicher wusste, ja, die will zu mir, die und genau die ist die Richtige für mich.

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Zwei Tage dauerte es, bis ich mir einen Schlegel gemacht hatte. Dann bin ich ab mit ihr in den Wald... Ok, eigentlich mehr aufs offene Feld, unter einem weiten freien Himmel. Dämmerung. Ich rufe laut: Daaaaaankeeeeeeeeee!!!

Ich trommle, und plötzlich ist da alles voller Geister. Und ich meine, wirklich voll.

Nein, nicht der richtige Zeitpunkt für mich für Utiseti! Ich wäre dem nicht gewachsen gewesen, nie und nimmer. Das ist Neuland. Das ist… noch fremd. Und ja, auch beängstigend. Denn die Geister, die ich rufe ---

Noch sind meine Versuche eher zaghaft. Noch lernen wir uns kennen. Doch es wird. Welche Kraft, welche Power da im Trommeln liegt! Ihr Klang – ist so schön. Tief und dunkel, und trägt doch eine unglaubliche Leichtigkeit in sich, die mich mit nimmt, fort trägt.

Reisen bekommt eine neue Dimension.

Alltag bekommt eine neue Dimension.

Und meine „Mami-geht’s-noch“-Stimme auch *g*

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Schreibt Zia – alles ist im Moment voller Geister. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Ja, so ist es. Und ich stehe an der Schwelle. An der Schwelle… wovon?

Grainne's
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I amar prestar aen, han mathon ne nen, han mathon ne chae, a han noston ned 'wilith. (J.R.R. Tolkien - HdR)

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